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Wieder kein Heimsieg gegen Friedberg

TSV Haunstetten Handball

Die Bayernliga-Handballer der TSV Haunstetten verlieren das Derby gegen den TSV Friedberg mit 28:32 (13:12).

Eines steht fest: Egal ob Haunstetter oder Friedberger, egal ob Fan oder Spieler; wer sich am Samstag Abend in der Albert-Loderer- Halle befand, kam mit Sicherheit voll auf seine Kosten, denn das Derby bot alles was das Handball-Herz begehrt. Lediglich die 2 Punkte fehlten den Haunstettern zum perfekten Abend. Der Reihe nach: Mit den beiden schwäbischen Spitzenteams trafen schon früh in der Saison zwei Mannschaften aufeinander, die von nicht wenigen als Anwärter auf die oberen Tabellenplätze
gesehen werden. Umso bedeutsamer war die Begegnung, will man ja nicht schon früh in der Saison an Boden verlieren. Haunstetten erwischte dabei den besseren Start. Die Abwehr in Verbindung mit einem abermals starken Daniel Fischer im Tor ließ den Gästen aus der Augsburger Vorstadt nur sehr wenig Platz zur Entfaltung. Haunstetten konnte sich so bis zur 10. Minute beim Stand von 7:4 zumindest einen kleinen Vorsprung erspielen. Dann allerdings erfolgte der erste Bruch im Spiel des TSVH, kurioserweise aufgrund des Friedberger Trainers. Der echauffierte sich in Minute 12 derart, dass das Schiedsrichtergespann ihn mit der roten Karte der Bank verwies. Friedberg war nun nur noch zu dritt auf dem Spielfeld, doch Haunstetten konnte daraus kein Kapital schlagen. Im Gegenteil, nun waren es die Gäste die seltsamerweise gestärkt aus der Situation hervorgingen und plötzlich besser im Spiel waren.

In Minute 20 war die Partie beim Stand von 8:8 wieder ausgeglichen. Haunstetten konnte sich wieder fangen und erzielte in Person von TSV-Topscorer Alex Horner 2 schnelle Tore zum 11:8. Doch auch diesen Vorsprung konnte man nicht bis in die Halbzeit retten. Friedberg fightete zurück und erzielte mit dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer zum 13:12. Haunstettens Trainerteam ermahnte die Eigenen nicht nachzulassen und vor allem defensiv weiterhin so konzentriert zu Werke zu gehen wie in Durchgang eins. Doch eben dies blieben die Haunstetter in der Folge schuldig. Gerade im Spiel eins gegen eins offenbarten sich nun die körperlichen Vorteile der Friedberger, die nun abgeklärt und clever im Stile einer Spitzenmannschaft auftraten. Friedberg ging in der 33. Spielminute erstmals in Führung und gab diese bis zum Spielende auch nicht mehr her. Haunstetten konnte zwar mithalten und auch mehrmals noch ausgleichen doch es fehlte das letzte Quäntchen von allem, um das Ruder noch einmal herumzureißen. So musste man
sich am Ende mit 28:32 geschlagen geben und mit zusehen wie Friedberg seinen Sieg feierte.

„Heute haben wir aufgezeigt bekommen, was uns fehlt, um eines der wirklichen Topteams der Liga zu werden; Abgeklärtheit und Cleverness. Wir waren spielerisch heute sicher nicht schlechter als Friedberg, obwohl unsere Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit schon sehr zu wünschen übrig ließ. Ausschlaggebend für die Niederlage war die abgezockte Spielart der Gäste. Die haben sich zu keinem Zeitpunkt in dieser hitzigen Atmosphäre aus dem Konzept bringen lassen, ihr Ding durchgezogen und dann eiskalt jeden unserer Fehler bestraft. Somit geht die Niederlage in Ordnung. Dennoch dürfen
wir den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken. Die Saison ist noch lange und schon nächste Woche geht es in Waldbüttelbrunn wieder von vorne los. Jedoch müssen wir uns auch die Zeit nehmen und aus unseren Fehlern lernen,“ so der Appell von Stefan Ebert an seine Spieler.

Nach dem Auswärtsspiel bei der DjK Waldbüttelbrunn empfängt Haunstetten am 07.10. den VfL Günzburg zum nächsten Derby in der ALH. Die Mannschaft aus dem schwäbischen Landkreis hat sich nach dem knappen Klassenerhalt letztes Jahr sehr gut vorbereitet auf diese Saison und mit dem Unentschieden in Waldbüttelbrunn und dem Sieg gegen den Vorjahres-Zweiten aus Landshut zwei richtige Ausrufezeichen gesetzt. Haunstetten sollte den Rat von Coach Ebert also tunlichst befolgen, um in den folgenden Partien wieder zu punkten.

TSV: Fischer, Rothfischer (Tor); A. Horner (10/1); Schnitzlein, Smotzek (je 4); Hütten, Tischinger (je 3);
Horner M., Wiesner (je 2); Albrecht, Schaudt, Link, Müller, Singer

(Quelle: TSV Haunstetten 1892 e.V. | Weitere Infos unter: www.tsvhaunstetten.de)