Start Allgemein Vor 100 Jahren war der Anfang für die späteren Messerschmitt

Vor 100 Jahren war der Anfang für die späteren Messerschmitt

Der „Tower“ des alten Flugplatzes.
Der „Tower“ des alten Flugplatzes. Er stand in der Nähe der heutigen Straßenbahnhaltestelle „Beim Dürren Ast“. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Dr. Edmund Rumpler gründete am 24. Oktober 1916 in Augsburg eine Zweigniederlassung seiner vorherigen Berliner „E. Rumpler-Flugzeugbau“ und damaligen „Rumpler-Werke GmbH Berlin“ mit dem Namen „Bay­erische Rumpler-Werke AG“.

Die Stadt Augsburg hatte zur Ansiedlung des Unternehmens das Gebiet des späteren alten Flugplatzes erworben und es Rumpler überlassen.

Der Auftrag der Zweigniederlassung war: Flugzeuge (Doppeldecker) für die königlich bayerische Luftwaffe für den Kriegseinsatz zu bauen.

Die weiteren Gesellschafter waren der Augsburger Kommerzienrat August Riedinger (Augsburger Ballonfabrik), der Konstanzer Oberbürgermeister Robert Dietrich, der Münchner Rechtsanwalt Dr. Otto Kahn und der Augsburger Bankdirektor Franz Gerhaber.

Das Werksareal war damals 15 Hektar groß.

Am 25. November 1916 fand auf dem Alten Flugplatz der erste Spatenstich zum Bau von drei Fabrikationshallen statt. Auf dem Alten Flugplatz stehen heute Teile der Uni, das Univiertel und das Technologiezentrum.

Bis 1918 hatte das Werk bereits 800 Beschäftigte. Die Monatsproduktion war damals fast 20 Flugzeuge.

Möglicherweise werden sich manche Haunstetter Mitbürgerinnen und Mitbürger fragen, was denn das mit Haunstetten zu tun hat. Es lagen von den späteren Messerschmittwerken jedoch drei auf dem Haunstetter Gelände. Das Werk 3 am Ende der heutigen Eichenstraße, das Werk 4a an der Haunstetter Straße gegenüber der Hötzelstraße und das Werk 4b auf gleicher Höhe, aber östlich des Lochbachs.

Flugplatz Haunstetten
Blick von oben auf den alten Flugplatz, aus nördlicher in südliche Richtung gesehen. Links im Bild die Straße mit der größtenteils geraden Linie: die Haunstetter Straße. Von links unten nach rechts oben verlaufend: Die Rasen-Start-und Landebahn. In Bildmitte und in der rechten Bildhälfte ein Teil der heutigen Bürgermeister-Ulrich-Straße. Unten links mit dem dunklen Dach: Dort entstand später das Messerschmittwerk 1 (in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Siemens). Links im Bild, etwas über dem Gebäude mit dem dunklen Dach: Dort entstand später das Messerschmittwerk 2 (in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle „Beim Dürren Ast“). Etwa in Bildmitte, mit den hellen Betonflächen: Dort entstand später das Messerschmittwerk 3 (am Ende der heutigen Eichenstraße). (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

(Text & Bild(er): Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)