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Kulturkreis Haunstetten e.V. forscht weiter

Gedenkstätte für die zivilen Bombenopfer im 2.WK am Alten Haunstetter Friedhof; die Gedenkstätte für die durch die Bombenangriffe getöteten Insassen des KZ-Außenlagers befindet sich im Hermann-Frieb-Park / Haunstetten.

Neue Ergebnisse zum Thema „Bombenangriffe und Opfer in Haunstetten im 2.Weltkrieg sowie zu den Displaced Persons ab Kriegsende im Mai 1945

1. Nach dem Umzug des Stadtarchivs der Stadt Augsburg in die neuen Räumlichkeiten auf
dem Gelände der Ehemaligen Kammgarnspinnerei und der damit verbundenen Neuordnung, sowie Erfassung der Archivalien, darunter auch die der ehemaligen Gemeinde und Stadt Haunstetten, hat der Kulturkreis Haunstetten e.V. in den letzten Wochen interessante Unterlagen zum Thema Bombenangriffe auf Haunstetten im 2.Weltkrieg Unsere Dokumentationen zu den Bombenangriffen 2.Weltkriegs können jetzt aufgrund einer bisher unbekannten, nun im Archiv gefundenen Archivalie, die detaillierte Angaben zu den getöteten Personen – getrennt nach Frauen, Männern und Kindern, des Angriffsdatums und des Todesortes enthält, ergänzt werden. Nach derzeit noch laufenden Vergleichen mit den bisher bekannten Opfern wird sich wohl herausstellen, so Kulturkreis Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, dass die Zahl der Bombenopfer nach oben korrigiert werden muss.

Erinnerungsblatt an ihre Konfirmation der Displaced Person (DP) Margareta Sporleder; sie wurde 1892, am 17.12. (bzw.30.12.1892) in Moskau unter Zar Alexander III. geboren. Bis zu ihrer Umsiedlung („Flucht“) im Mai 1941 –noch vor der Okkupation Estland durch die Deutschen August 1941 – war sie in der Verwaltung der Baltischen Bauwollspinnerei und Weberei in Reval tätig.

2. Die Recherchen und auch veröffentlichte Dokumentationen des Kulturkreises Haunstetten zu den Displaced Persons (DPs) in Haunstetten könnten ebenfalls mit im Stadtarchiv neuen Unterlagen zum Zeitraum zwischen Kriegsende Mai 1945 bis Ende 1955 – Belegung von Teilen der Messerschmittsiedlung mit DPs und daran anschließender Belegung von Wohnungen durch die amerikanische Besatzungsmacht – ergänzt werden.
Dieser Zeitraum der Geschichte von Haunstetten und der involvierten damaligen
Baugesellschaft „Heimbau Bayern“, heute der IGEWO, ein Münchner
Wohnungsbauunternehmen, wird derzeit im Auftrag der IGEWO von Historikern der
Neumann Kamp, Historische Projekte, München aufgearbeitet und dokumentiert. Dazu
trägt der Kulturkreis Haunstetten e.V. von Anfang an mit Teilen unserer Recherchen bei,
erklärt Kulturkreis-Vorsitzende Jutta Goßner. In absehbarer Zeit, so Vertreter der IGEWO,
wird die Dokumentation der Öffentlichkeit vorgestellt.

(Quelle: Kulturkreis Haunstetten e.V. | Weitere Infos unter: www.kulturkreis-haunstetten.de)