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Neuer Brunnen entsteht im Siebentischwald

Horizontalfilterbrunnen
So wie bei diesem bestehenden Horizontalfilterbrunnen im Siebentischwald, wird bei dem neuen Brunnen Grundwasser aus über 20 Metern Tiefe als naturbelassenes Trinkwasser bis an den heimischen Wasserhahn gefördert. Foto: swa / Thomas Hosemann

Stadtwerke Augsburg sichern hohe Trinkwasserqualität

Mit einem neuen Brunnen sichern die Stadtwerke Augsburg (swa) die hohe Qualität des Augsburger Trinkwassers für die Zukunft. Für rund zwei Millionen Euro bauen die swa bis Ende 2018 im Siebentischwald einen weiteren sogenannten Horizontalfilterbrunnen. „Das ist ein wichtiger Beitrag, dass auch künftige Generationen das hervorragende Augsburger Trinkwasser zur Verfügung haben werden“, erklärt swa-Geschäftsführer Alfred Müllner beim Baustart für den neuen Brunnen. „Zum einen wollen wir damit den Trinkwasserbedarf in der wachsenden Großstadt und der Region Augsburg auch in der Zukunft gewährleisten“, so Müllner. „Andererseits ist es uns mit dem neuen Brunnen möglich, die Trinkwasserversorgung mit naturbelassenem Grundwasser auch in Zeiten des Klimawandels zu sichern.“

„Wir sind in Augsburg privilegiert, was die Versorgung mit Trinkwasser angeht“, so Müllner. „Spätestens auf Reisen ins Ausland, wenn gechlortes Wasser aus dem Hahn kommt, wird einem bewusst, wie gut unser Wasser ist“. Dass diese Wasserqualität aufrechterhalten werden kann, seien aber erhebliche Investitionen nötig, in Trinkwasserschutzgebiete, die Erneuerung des Leitungsnetzes und moderne Brunnen.

Der Horizontalfilterbrunnen wird der dritte Brunnen moderner Bauart im Trinkwasserschutzgebiet sein. „Er fördert Wasser aus tieferen Grundwasserschichten als die meisten anderen der rund 66 Brunnen der swa“, erläutert der Chef der swa-Wassersparte, Dr. Franz Otillinger. Während in der Vergangenheit rund drei Viertel des Augsburger Trinkwassers in Brunnen mit einer Tiefe von etwa zehn bis zwölf Metern aus den „quartären Kiesen“ gefördert wurde, reichen inzwischen zwölf Brunnen der swa in die darunter liegende Bodenschicht 20 bis 25 Meter tief, die „oberen tertiären Sande“.

„Grund für die größere Tiefe ist der Klimawandel“, so Otillinger. Bei den vermehrten Starkregen versickert das Regenwasser in den oberen Kiesschichten so schnell, dass die natürliche Filterwirkung des Bodens teilweise überfordert ist. „Deshalb muss das Wasser aus etwas tieferen sandigen Schichten gefördert werden, die eine hohe Reinigungsleistung aufweisen“, so Otillinger. „So wird es auf natürliche Weise von allen Umweltkeimen befreit, erfüllt die hohen Anforderungen der Stadtwerke an ihr naturbelassenes Trinkwasser und kann ohne weitere Aufbereitung ins Rohrnetz bis zum heimischen Wasserhahn gepumpt werden.“

Der Name „Horizontalfilterbrunnen“ stammt von den sechs etwa 50 Meter langen Filterrohren, die am Grund des Brunnens horizontal sternförmig vom senkrechten Schacht weg in den Boden gehen und in denen das Wasser gesammelt wird.

Zwei Jahre lang haben die swa nach einem neuen Standort für den Brunnen mit zahlreichen Probebohrungen gesucht. „Die Bodenverhältnisse und die Zusammensetzung der Bodenschichten, die die Filterwirkung ausmachen, müssen ebenso stimmen, wie die Grundwassermenge“, erklärt Otillinger. Der neue Brunnen wird rund 360 Kubikmeter Wasser pro Stunde liefern, das entspricht etwa einem Siebtel des gesamten Trinkwasserbedarfs an einem Sommertag in Augsburg. Insgesamt versorgen die swa etwa 327.000 Menschen in Augsburg und der Region täglich mit 50- 60 Millionen Liter Wasser. Die gesamte Länge des Wasser-Leitungsnetzes der swa beträgt rund 1.000 Kilometer.

(Quelle: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH | Weitere Infos unter: www.sw-augsburg.de)

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